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Inhalt:
Lufti,
der Syrer, ist auf eine arabische Dorfhochzeit eingeladen,
die sieben Tage dauert. Er kennt dort niemanden und eigentlich
wäre er viel lieber bereits wieder in Frankfurt, wo ihn die
Sehnsucht hinzieht, wie es eine Schwalbe in ihr Nest zieht.
Doch Lufti schließt Freundschaft mit Barakat, dem Bruder der
Braut, und - er beginnt, ihm seine Lebensgeschichte zu erzählen.
In sieben langen Nächten und wenn es die Hochzeitsfeierlichkeiten
zulassen, erzählt Lufti von seiner bewegten Kindheit, seinen
Eltern, der Musik, seinem Leben in Deutschland und wie es
ihn auf abenteuerlichen Wegen dorthin verschlagen hat. Das
Leben in Frankfurt ist spannend, aufregend, geprägt von Freundschaften,
aber auch von der Angst, wieder abgeschoben zu werden. Denn
Lufti ist illegal in Deutschland, und der Polizist Jens Schlender
hat ein scharfes Auge auf ihn, lässt nicht locker, schiebt
ihn immer wieder nach Damaskus ab - bis zu dem Tag, an dem
auch er begreift, dass die Heimat, die Geborgenheit, für Lufti
auf dem Flohmarkt in Frankfurt zu finden ist. Die Schwalbe
darf bleiben; er und seine deutsche Freundin Molli werden
nicht mehr behelligt werden.
Fazit:
Schami
erzählt die Geschichte Luftis auf zwei Ebenen - einmal im
Rückblick auf die Vergangenheit Luftis, einmal in der Gegenwart
der Hochzeit und der Freundschaft mit Barakat. Vor allem die
Nähe zum mündlichen Erzählen dominiert Schamis Die Sehnsucht
der Schwalbe. Familiengeschichten, Liebesgeschichten,
groteske Übertreibungen, aberwitzige Abenteuer, Märchenelemente
- Schami spannt einen weiten Bogen und offeriert seinen LeserInnen
einen Fundus an Geschichten um existenzielle Gefühle - ganz
in orientalischer Manier.
(©
2001 Katja Theiß)
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