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Inhalt:
"nur
ein spiel" ist ein Psychothriller, der auf die wechselnde
Perspektive zweier Jugendlicher setzt. Gemma hat früh ihre
Mutter verloren, sich abgekapselt und sammelt zwanghaft Mutterbilder,
die sie aus Zeitungen ausschneidet und in Alben klebt. Sie
fühlt sich missverstanden, ungeliebt.
Michael ist neu an der Schule. Er lebt bei seinen Großeltern,
denn seine Mutter sitzt wegen des vermeintlichen Mordes an
ihrem Ehemann im Gefängnis. Er hadert mit sich, trägt schwer
an dem Wissen, dass er für den Tod seines Vaters verantwortlich
ist. Vordergründig hat er es leicht, findet in der Schule
direkt Freunde. Doch wie ein Damoklesschwert schwebt die Angst
vor dem Aufdecken seines Geheimnisses über ihm. Gemma erkennt
ihn aus ihrer Sammlung wieder und ein perfides Spiel beginnt.
Jetzt hat sie ein Druckmittel in der Hand, mit dem sie zumindest
von Michael wahrgenommen wird: Sie beginnt ihn zu erpressen.
Schnell eskaliert die Geschichte, aber das Ende ist versöhnlich.
Gemma hält Michael vom Selbstmord ab; dieser erzählt erstmals
seinen Großeltern die "wahre Geschichte" und trifft auf Verständnis.
Gemma andererseits öffnet sich, nähert sich ihrem Vater und
geht in der Schule erstmals auf ihre Klassenkameraden zu.
Und: Sie wird ihre Mutter suchen, die nicht gestorben ist,
sondern ihre Familie verlassen hatte.
Fazit:
Die
gradlinige Geschichte über Gefühle wie Schuld und Isolation
bietet keine einfachen Lösungen. Mit Spannung liest man die
rasante Entwicklung und die Lebensgeschichten der beiden wissen
zu fesseln. Unterhaltungsanspruch erfüllt!
(©
2001 Katja Theiß)
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