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Inhalt:
In Bergen von Arbeit untergehen? Und das wortwörtlich? Mit einer effektiven Organisation wird die Arbeitsmenge wieder klein und übersichtlich. Dieses Buch zeigt wie! Im ersten Teil wird Ursachenforschung betrieben. Es gibt im Wesentlichen drei Gründe für diese Chaos-Berge: Aufbewahren, Liegenlassen, Zeit verschwenden. Mit einer genauen Typologie kann jeder genau erkennen, wo bei ihm die Ursachen liegen, die zur Dauerunordnung führen. Der zweite Teil widmet sich dem Aufbruch zu neuen Ufern. Vier Grundsätze helfen weiter: genaue Zielvorstellung, Motivation, geplantes Handeln, Selbstüberprüfung. Danach werden alle Bereiche durchgegangen und ein neues Herangehen entwickelt. Tests und Checklisten für diverse Arbeitsbereiche helfen dabei.
Wenn man im eigenen Büro nicht mehr bis zum Fenster durchkommt und nicht weiß, welche Unterlagen nun als erstes zu bearbeiten sind, dann sollte man sich dieses Buch zur Hand nehmen. Es betreibt eine genaue Ursachenforschung und gibt konkrete Tipps, wie man von einer äußeren Ordnung wieder zu einer inneren finden kann.
Zur Autorin:
Christina
Zacker arbeitet als feste und als freie Redakteurin sowie
als Sachbuch- und Ratgeberautorin. Noch während ihrer
Tätigkeit in einem Verlag war sie mit der Optimierung
von Arbeitsprozessen betraut. Seit Beginn des letzten Jahres
ist sie Team-Coach und Trainerin für ein Medien-Service-Unternehmen
in Süddeutschland. Christina Zacker lebt in Offenburg.
(©
2004 Urania Verlag)
Buchbesprechung
- Rezension:
Die Autorin fasst zusammen und benennt klar und deutlich,
was man selbst ganz genau weiß, jedoch viel zu oft nicht
wahrhaben will. Sie zeigt uns unsere Schwachpunkte bzgl. Ordnung
auf, analysiert sie haarfein und humorvoll. All ihre Darlegungen
basieren auf arbeitspsychologischen Erkenntnissen.
Zacker setzt sich nicht nur mit der Ordnung auf dem Schreibtisch
auseinander, sondern auch mit dem Thema "Zeitkiller"
- welche Kleinigkeiten rauben uns Zeit und verursachen damit
Stress und Hektik? Wie können wir mit solchen Momenten
umgehen, seien sie nun durch Telefonate, Mitarbeiter, (Computer-)Technik
verursacht? Wie lernen wir Nein-Sagen?
Sie gibt Anregungen wie "Jeden Vorgang nur einmal in
die Hand nehmen!" - ein Gedanke, den wir wohl fast alle
nachvollziehen können - nur: befolgen wir ihn auch? Vielleicht
sollten wir einfach diesem Buch glauben und entsprechend handeln.
Dies gilt zum Beispiel für die eingehende Post. Statt
einen erhaltenen Brief erst einmal auf den "Zu erledigen"-Stapel
zu legen, sollte er gleich, entsprechend der darin enthaltenen
Informationen, verarbeitet - wenn notwendig, auch in den Papierkorb
geworfen werden. Die Entscheidung, seine Entsorgung zu verschieben,
verschwendet Zeit und auch Platz auf dem Schreibtisch.
Nachdem Zacker Zeiträuber und Ordnungskiller erfasst
und durchschaut hat, zeigt sie Lesenden, wie sie in fünf
Schritten zum Erfolg kommen. Im Wesentlichen bringt die Autorin
Struktur ins Chaos, auch ins gedankliche. Sie gibt Hilfe zur
Selbsthilfe. So theoretisiert sie Ordnung gleich bei ihren
Ansätzen - mit Hilfe verschiedener Methoden. Mit dem
"Eisenhower-Prinzip" (!) zum Beispiel sollte es,
so Zanker, kein Wirrwarr mehr geben. Interessierte können
sich die jeweils passende Methode auswählen.
Auch die Ordnung innerhalb des Computers ist für die
Autorin ein Thema. Sie gibt Ratschläge zur sinnvollen
Bearbeitung eintreffender Nachrichten & Mails, zum Sortieren
und Benennen von Dateien und Ordnern. Weitere Tipps beziehen
sich auf die Arbeit im Team und auf das Delegieren von Aufgaben.
Ordnungsliebende
Menschen finden im vorliegenden Buch tatsächlich einen
guten Ratgeber, noch mehr System für sich zu definieren.
Unterstützend wirken dabei verschiedene Checklisten und
Grafiken. Denn: "Wer seine Arbeit nicht straff organisiert,
verschwendet Zeit und Geld." (Zanker) Ein besonderes
Plus ergänzt die ordnungsschaffenden Methoden des Buches:
Dehnübungen, wie sie durch die Autorin angeregt werden,
geben Kraft, entspannen und erleichtern klare Gedanken. Ein
beigefügtes Register erleichtert das schnelle Auffinden
wichtiger Passagen.
Mit
ihrer emotional ansprechenden und flüssigen Sprache zieht
sie Lesende schnell in ihren Bann und bringt sie zum intensiven
Kopfnicken. Doch bleibt sie teilweise in ihren Ausführungen
bei Allgemeinplätzen. Wirklichen (meist kreativen) Chaoten
- auch wenn diese nach Hilfe schreien - bringt dieses Buch
wahrscheinlich keine Hilfe. Zudem bezieht sich die Autorin
in ihrem Buch leider nur auf die Ordnung am Arbeitsplatz im
Job, nicht auf jene des häuslichen Schreibtisches. Und:
Man braucht einiges an Zeit, um Resultate aus dem Buch zu
gewinnen. Ein Erste-Hilfe-Ratgeber ist es ganz gewiss nicht.
(©
2004 Cornelia Eichner für all-around-new-books.de)
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