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Rückentext:
Der
Weg zum Ursprung unserer Seele
Planen Sie eine Reise in die Welt der Träume? Dann sind
Sie mit diesem Buch gut beraten. Diese Reise ist eine Methode,
sich selbst besser kennen zu lernen und Hilfe, Zuspruch und
Kraft für unser Leben im Wachbewusstsein zu finden. Am
Ende steht die Entwicklung einer eigenen Traummythologie mit
individueller Traumsymbolik und der Entdeckung der Seele als
innere Landschaft.
(©
2003 Ludwig Verlag)
Buchbesprechung - Rezension:
In den Träumen sind wir uns selbst so nahe wie nur selten
im Wachbewusstsein. Und: Der Traum kennt keine Moral und kein
Recht, er spiegelt einfach "nur'' wider, was in uns steckt.
Mit diesen Gedanken beginnt Christopher A. Weidner seine Ausführungen.
Dann nähert sich der Autor dem, was ein Traum eigentlich
ist, woher er kommt, wie er entsteht. Er sagt, ein Traum bringe
uns in Kontakt mit unseren Ängsten, Inspirationen, mit
unseren Phantasien; im Traum erfinden wir uns selbst jede
Nacht neu. Schöne Gedanken, die uns aufzeigen, welche
Bedeutung Träume für unser Leben haben.
Es werden Merkmale von Träumen genannt, es wird auf die
Kulturgeschichte des Träumens beziehungsweise der Traumdeutung
eingegangen. Dabei bezieht sich Weidner ebenso auf die Anschauungen
zum Traum bei den verschiedenen Völkern und in den unterschiedlichen
Kulturepochen, wie auf die konkreten Lehren von Freund und
Jung.
Welchen
Nutzen hat ein Traum? Diesen Fragen ist ein weiterer Schwerpunkt
des im Ludwig-Verlag 2003 erschienenen Buches gewidmet. In
diesem Zusammenhang erklärt der Autor, wie ein Traum,
biologisch betrachtet, funktioniert, wie man die Erinnerung
an Träume unterstützen kann. Er verdeutlicht, dass
der Träumer selbst der Schlüssel zur Bedeutung seiner
Träume ist, deren persönliche Botschaften nur er
versteht - auch wenn dazu Archetypen genutzt werden. Weidner
gibt den Hinweis auf die Mehrdeutigkeit von Traumbildern -
man kann sie nicht 1:1 in Bedeutungsbegriffe übersetzen,
weshalb diverse angebotene Traumlexika meist ihr Ziel verfehlen.
Auch Traumarten werden benannt und beschrieben.
Weidner
gibt fünf goldene Regeln der Traumdeutung mit auf den
Weg, setzt sich mit einigen wenigen ganz typischen Träumen
auseinander (Traum vom Falken, vom Fliegen, vom Fliehen, vom
Nacktsein, von ausgefallenen Zähnen).
Weidner nennt viele hilfreiche Tipps, wie man sich noch besser
an Träume erinnern kann, wie man daran arbeiten kann,
wie man ihre Botschaften erkennen kann.
Der Autor zeigt in diesem Zusammenhang auch ganz praktisch
auf, wie man aus den Traumerlebnissen Nutzen für den
Alltag, für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit
ziehen kann. Er gibt Anregungen, wie ein Traummandala gestaltet
und angewendet werden kann, mit dessen Hilfe, so der Autor,
ein Traumbild komplex aus vier Perspektiven analysiert werden
kann. Als eine weitere Methode zur Traumbearbeitung benennt
Weidner den Traumdialog, eine Technik, mit der jedoch ausgeprägt
rational-orientierte Menschen Schwierigkeiten haben könnten:
Nicht jedem fällt es leicht, ein Gespräch mit einem
geträumten Hasen zu führen. Nicht zuletzt geht er
auf traummythologische Grundtypen, auf Archetypen, ein und
erklärt sie gewinnbringend.
Wertvoll erscheint auch ein Absatz, in dem Weidner ganz konkret
auf den Umgang mit Albträumen eingeht - auch bei Kindern.
Darüber hinaus erklärt er anschaulich, wie man sich
selbst einen Traumfänger herstellen kann, wie man mit
Sorgenpüppchen, Traumpflanzen, Traumkissen, Traumräucherung,
Traumölen umgeht.
Insgesamt
ist dieses Buch von Weidner ein wirklich guter Ratgeber, der
zwar knapp und prägnant, aber insgesamt umfassend und
vielseitig die Thematik des Träumens und der Traumdeutung
erfasst. Das Werk ist gut gegliedert und verständlich
geschrieben. Es regt buchstäblich zum Träumen an
und gibt hilfreiches Werkzeug an die Hand, um sich an die
eigenen Träume zu erinnern und sie sinnbringend zu analysieren
und zu interpretieren.
(© 2004 Cornelia Eichner für all-around-new-books.de)
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