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Sachbuch: Sonstiges

Jetzt bestellen: "Das Kind, das seine Mutter zu sehr liebte"

 

 

  Das Kind, das seine Mutter zu sehr liebte

Autorin: Caroline Eliacheff
Aus dem Französischen von Hanna van Laak

Taschenbuch, 136 Seiten
erschienen: 2001
dtv
ISBN: 3423351594
Preis: 8,50 Euro
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Inhalt und Fazit:
"Sag nur ein Wort, so wird meine Seele gesund" - auf eben diese Kraft der Sprache vertraut die französische Kinderpsychologin Caroline Eliacheff.
Die 1947 geborene Lacan-Schülerin und Nachfolgerin der berühmten Kinderanalytikerin Françoise Dolto, die unter anderem über die emotionale Bedeutung der Sprache in der Mutter-Kind-Beziehung geschrieben hat, übernahm nach deren Tod 1988 ihre Arbeit im Säuglingsheim eines Pariser Vororts.
Ihre Patienten sind schon am Beginn ihres Lebens extrem trauma-tisiert, sei es durch anonyme Geburt oder frühe Trennung von den Eltern, sei es durch Vernachlässigung oder körperliche Misshand-lung in ihrem Zuhause. Sie "wehren" sich, indem sie in Apathie verfallen oder psychosomatische Erkrankungen wie Atemnot, Erbrechen oder Hautausschlag zeigen.

Caroline Eliacheff arbeitet mit ungewöhnlichen Methoden. Sie vertraut den kleinen Patienten gegenüber auf die Kraft der Sprache. Ihre Erfahrung hat gezeigt, dass selbst die Allerkleinsten erstaunlich zugänglich sind, das heißt, auf ihre Art verstehen und so hat sie erstaunliche Heilerfolge erzielt. Wenn man verhindern will, dass misshandelte Kinder später ihre eigenen Kinder oder die Kinder anderer Leute missbrauchen, muss man die Gewalt schon frühestmöglich demaskieren, ohne die misshandelnden Eltern deshalb moralisch zu verurteilen. Diese Kinder müssen mehr als andere lernen, sich schon in frühen Lebensjahren eine eigene Meinung über ihre Eltern zu bilden.

In Eliacheffs Fallgeschichten fließen Überlegungen ein, wie Eltern traumatisierter Kinder zugänglicher gemacht werden können, sowie kritische Gedanken zu all jenen Institutionen, denen die Fürsorge für Kinder eigentlich obliegt.
"Dem Leiden des anderen nicht gleichgültig gegenüberzustehen, darf nicht bedeuten, dass man die Urheber des Unrechts ausgrenzt, sondern heißt im Gegenteil, dass man auch sie in die Menschlich-keit mit einschließt."

(© 2002 Claudia Strafner für all-around-new-books.de)


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