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Inhalt:
In den Lektionen unseres
Lebens geht es darum, dass wir an unserer Niedrigkeit arbeiten,
dass wir unsere Negativität loswerden und in uns selbst
und anderen das Beste finden. Diese Lektionen sind die Stürme
des Lebens: sie machen uns zu den Menschen, die wir sind.
Wir sind dazu da, einander und uns selbst Heil zu machen.
Unter dieser Heilwerdung ist nicht eine physische Wiederherstellung
zu verstehen, sondern eine Heilung auf einer viel tieferen
Ebene - die Heilung unseres Geistes und unserer Seele.
Elisabeth Kübler-Ross
hat kluge und liebevolle Texte geschrieben über die Kunst,
jeden Tag in seiner ganzen Fülle zu leben. Sie legt damit
die Quintessenz ihrer Erfahrungen und Reflexionen vor. Erika
Pluhar gelingt mit ihrer Darstellung eine authentische Interpretation
dieser Texte. Mit der unverwechselbaren Ausdruckskraft ihrer
Stimme, dem warmen und lebendigen Vortrag erreicht sie eine
Nähe, der sich niemand verschließen kann.
(©
2003 Kreuz Verlag/Audiobuch Verlag)
Besprechung - Rezension:
Das zu Bemäkelnde gleich am Anfang: Diese CD beginnt
mit Mozart - auf Track 1, der aber als Text “Eine
Botschaft von Elisabeth“ gekennzeichnet
ist. Dazu keinerlei Angaben, wie lange die Musik – Mozart,
Klaviersonate C-Dur, Köchelverzeichnis 545 - dauert.
Also ließ ich zunächst Mozart über mich ergehen
und lauerte auf den Beginn der Lesung.
Hier
liest Erika Pluhar Texte aus Elisabeth Kübler-Ross' Buch
„Geborgen im Leben“. 10 Kapitel enthält die
CD. Also weniger als das Buch. Die Abschnitte lauten:
1. Eine Botschaft von Elisabeth
2. Liebe
3. Beziehungen
4. Angst
5. Zorn
6. Geduld
7. Anheimgeben
8. Vergebung
9. Glück
10. Die letzte Lektion.
Erika
Pluhars Stimme findet meinen Beifall. Ihr Vortrag gefällt
mir. Bei dem Kapitel „Beziehungen“ ertappte ich
mich dabei, wie ich es sofort ein zweites Mal anhörte.
Anhand von anekdotischen Berichten wird hier also versucht,
zweifelsohne Wahres – zeitlos Wahres und letztlich einzig
Wichtiges - zu vermitteln. Auch
für diese CD muss man reif sein. Genau wie für das
gleichnamige Buch.
Eine persönliche Sache muss ich hier noch anfügen:
Die anekdotischen Berichte, Fallbeispiele, nervten mich allerdings
stellenweise kolossal. Ich nehme mir in der Tat die Freiheit,
dass ich mir die Schicksale von wildfremden Menschen, mit
denen ich niemals in irgendeiner Form Kontakt hatte oder haben
werde, nicht in Langversion und in aller Ausführlichkeit
anhören will. Lebensläufe, die oft genug auch noch
– typisch amerikanisch? – schlicht und einfach
platt waren. Zudem bin ich eben kein akustischer Typ. Die
Kulturtechnik "Lesen" erlaubt es nun einmal, zu
selektieren, einfach weiterzublättern. Wie soll ich bei
einer CD auswählen, wo ich mich – siehe Track 1
– nicht auf das Inhaltsverzeichnis verlassen kann?
Es
wäre ja auch überhaupt kein Problem für die
Produzenten der CD gewesen, die Fallbeispiele gesondert aufzuführen,
so dass man sie nach Bedarf und nach Interesse anhören
kann. Anhören kann, wenn man will. Bei Sprachkursen auf
CD funktioniert das doch auch. Nein, auf diese Idee kam man
nicht. So ist jeder, der - wie ich - keinen Wert auf das breite
Auswalzen aller Details aus dem Leben von Jackie und Gott
weiß, wie sie alle heißen, legt, einer Zwangsbeschallung
ausgesetzt.
(©
2004 Holger Roehlig für all-around-new-books.de)
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