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Pressestimmen:
Wie verläuft ein Eheleben, wenn SIE das Wasser nur in der
Badewanne so richtig genießen kann, ER aber unbedingt
zur See will, und das gleich für immer? Nur so viel sei vorweggenommen:
Die beiden fahren zur See. Wie es dazu kommt und was dann
folgt, erzählt die betroffene SIE gleich selbst. Christa Tauern
schildert ihre Erlebnisse mit viel Humor, in flüssiger Sprache
und auf eine Weise, die auch für Landratten ohne weiteres
verständlich ist. Angereichert ist das Buch aus der Edition
seemeile mit witzigen Cartoons von Jutta Ohligschläger.
Ein Buch über das Segeln lesen? Und das womöglich auch noch
als überzeugte Landratte? Das macht doch keinen Spaß.
Doch, macht es! Christa Tauern, die Autorin des kleinen, illustrierten
Bu-ches aus der Edition seemeile, hatte mit dem Segeln nämlich
auch nichts am Hut. Sie sah sich ihre Freizeit eher auf einem
Pferde-
rücken verbringen, und das Wasser konnte sie, nach ihren eigenen
Worten, nur in der Badewanne so richtig genießen.
Aber ihr Mann, der Physiker, will zur See. Und das gleich
für immer. Er will endlich dem Zwang des geordneten Daseins
entrinnen, ein neues Leben beginnen. Schließlich sind
die Kinder ja bald draußen. Da ließe sich ein
Leben auf See doch einrichten.
Am Ende lässt sich die Ehefrau überzeugen. Nein, überzeugen
eigentlich nicht. Sie hält sich eher an die Mahnung, die ihre
Mutter ihr vor der Hochzeit mit auf den Weg gegeben hatte,
alles mitzutun, was dem Mann einfällt, "sonst tut's eine andere".
Was dann folgt ist die amüsante und anschauliche Schilderung,
wie man von der ahnungslosen Landratte zur sturmerprobten
Seebärin werden kann, wie man den Vornamen des Ehemannes beinahe
vergisst, weil der jetzt Skipper heißt, und wie man
zwar nicht das Paradies findet, aber eine Lebensform, in der
nur noch "die Familie, unser Schiff und wir selber wichtig
waren". Angereichert werden die Geschichten durch selbstredende
Cartoons von Jutta Ohligschläger, die den Humor in ihrer eigenen
Sprache aufnimmt und wiedergibt.
Seglerlatein kommt in dem Büchlein natürlich vor. Darüber
freuen sich erfahrene Seeleute bestimmt und entnehmen den
Schilderungen dadurch wahrscheinlich noch etwas mehr als Leser
Landratte. Aber auch der kommt problemlos auf seine Rechnung.
Es tun ja auch manche Mitsegler in dem Buch nur so, als ob
sie die Seglerweisheit mit Löffeln gefressen hätten - bis
der Wellengang etwas anzieht und die grüne Farbe das Gesicht
verunschönt!
Prädikat: lesenswert
(Heidi
Mühlemann)
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Wer
so schreibt, erreicht die Menschen
Buchvorstellung
"Wo gehts hier bitte zum Paradies" von Christa Tauern
in der KBA
Vorgestellt
wurde gestern um 18 Uhr in der Kontakt- und Beratungsstelle
Alter im Vaduzer Beckagässli das Buch "Wo geht's
hier bitte zum Paradies" von Christa Tauern, Triesen.
Ein Erlebnis-
bericht voller Selbstironie, ein Abenteuerbericht, aber vielleicht
auch ein Beispiel, dem andere folgten sollten, nämlich
das Abenteuer des eigenen Lebens aufzuschreiben.
Soeben
an der Frankfurter Buchmesse vorgestellt, hat das Buch sofort
etliche Interessenten gefunden. Jutta Ohligschlägers
liebenswürdige Comiczeichnungen garnieren es zudem mit
Herz und Einfühlungsvermögen. So wie sie die Autorin
im Geiste auf der langen Seereise begleitet hat und dies in
ihren Illustrationen wiedergibt, begleiten die Leserinnen
und Leser die Verfasserin und erleben voll Spannung das Geschehen,
bei dem man sich zuweilen aber auch im Nachhinein trotz der
Begeisterung am Schönen mitfühlend die Haare rauft.
Auch
in der KBA unersetzlich
Nichts
von all dem Stress war an der Buchpräsentation im hellen
und seemännisch geschmückten Raum der KBA zu spüren,
wohl aber die Begeisterung der Freunde und Bekannten der Autorin,
die sich zu dieser Veranstaltung zahlreich eingefunden hatten.
Nach ein wenig Seemannslieduntermalung zu Beginn begrüßte
Trudy Gstöhl von der KBA die Gäste und die Autorin,
die sie in herzlichen Worten würdigte - als eine ideenreiche
Frau, deren Fähigkeiten und Talente man schätzt,
ihre Offenheit, Lebensfreude, Weisheit und Charme; sie bereichere
und beeindrucke alle in der Kontakt- und Beratungsstelle.
Ein
mehrfacher Genuss
Merve
Vogel, Tochter des Ehepaares Christa und Dankmar Tauern, die
zusammen mit ihren fünf Geschwistern dieses Seeabenteuer
mitgemacht hatte und dadurch einen Teil der Kindheit in einer
Weise erlebte, die kaum jemand sonst kennt, sprach anschließend.
Mit Zitaten aus dem Buch gespickt, skizzierte sie Kindheit
und Reise, das Leben und die Empfindungen in und mit dieser
Familie in warmen Worten. So meinte sie u. a. über die
Eltern: "Sie haben ihr Leben angefüllt, hineingepackt,
was erlaubt war. Sie haben sich und ihren Herzen erlaubt,
zu leben, zu lachen, zu weinen; aus dem Vollen zu schöpfen".
Schon ihre Schilderung der von 1974 bis Anfang der neunziger
Jahre währenden Reise und des inner-
familiären Umgangs miteinander war ein Genuss, den die
Autorin selber dann durch einige in ihrer typischen Art servierten
köstlichen Bemerkungen und mit ausgewählten Textpassagen
würzte.
Neptun
höchstpersönlich erschien ...
Und
als dann mittendrin ihr Mann, stilecht als Meeresgott Neptun
kostümiert, hereinkam und mit ihr in einen Dialog trat,
der den Anfang der Buchidee zum Inhalt hatte, kannte die Begeisterung
der Gäste keine Grenzen.
Und dann saß man lange noch beisammen, nachdem Apero
und Signierstunde schon beendet waren, ließ Revue passieren.
Christa Tauern wird sich, das wurde schon aus den mit oftmaligem
Lachen quittierten Kostproben deutlich, über den Absatz
dieses Buches keine Sorgen machen müssen. Und das zu
Recht. Ihre Tochter hat erfasst, warum: "Es ist auch
ein Buch, das zum Nachdenken anregt."
(Henning
von Vogelsang,
erschienen
in "Liechtensteiner Vaterland", 27.10.2001)
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