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Biografie & Lebenserinnerungen

 

Wo geht's hier bitte zum Paradies

 

Wo geht's hier bitte zum Paradies
Christa Tauern
Cartoons von Jutta Ohligschläger

gebunden, 246 Seiten
erschienen: Oktober 2001
DaKaeLag/Edition Seemeile
ISBN: 3-03707-001-3
Preis: 14,50 Euro

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Pressestimmen:

Wie verläuft ein Eheleben, wenn SIE das Wasser nur in der Badewanne so richtig genießen kann, ER aber unbedingt zur See will, und das gleich für immer? Nur so viel sei vorweggenommen: Die beiden fahren zur See. Wie es dazu kommt und was dann folgt, erzählt die betroffene SIE gleich selbst. Christa Tauern schildert ihre Erlebnisse mit viel Humor, in flüssiger Sprache und auf eine Weise, die auch für Landratten ohne weiteres verständlich ist. Angereichert ist das Buch aus der Edition seemeile mit witzigen Cartoons von Jutta Ohligschläger.

Ein Buch über das Segeln lesen? Und das womöglich auch noch als überzeugte Landratte? Das macht doch keinen Spaß. Doch, macht es! Christa Tauern, die Autorin des kleinen, illustrierten Bu-ches aus der Edition seemeile, hatte mit dem Segeln nämlich auch nichts am Hut. Sie sah sich ihre Freizeit eher auf einem Pferde-
rücken verbringen, und das Wasser konnte sie, nach ihren eigenen Worten, nur in der Badewanne so richtig genießen.
Aber ihr Mann, der Physiker, will zur See. Und das gleich für immer. Er will endlich dem Zwang des geordneten Daseins entrinnen, ein neues Leben beginnen. Schließlich sind die Kinder ja bald draußen. Da ließe sich ein Leben auf See doch einrichten.
Am Ende lässt sich die Ehefrau überzeugen. Nein, überzeugen eigentlich nicht. Sie hält sich eher an die Mahnung, die ihre Mutter ihr vor der Hochzeit mit auf den Weg gegeben hatte, alles mitzutun, was dem Mann einfällt, "sonst tut's eine andere".
Was dann folgt ist die amüsante und anschauliche Schilderung, wie man von der ahnungslosen Landratte zur sturmerprobten Seebärin werden kann, wie man den Vornamen des Ehemannes beinahe vergisst, weil der jetzt Skipper heißt, und wie man zwar nicht das Paradies findet, aber eine Lebensform, in der nur noch "die Familie, unser Schiff und wir selber wichtig waren". Angereichert werden die Geschichten durch selbstredende Cartoons von Jutta Ohligschläger, die den Humor in ihrer eigenen Sprache aufnimmt und wiedergibt.
Seglerlatein kommt in dem Büchlein natürlich vor. Darüber freuen sich erfahrene Seeleute bestimmt und entnehmen den Schilderungen dadurch wahrscheinlich noch etwas mehr als Leser Landratte. Aber auch der kommt problemlos auf seine Rechnung. Es tun ja auch manche Mitsegler in dem Buch nur so, als ob sie die Seglerweisheit mit Löffeln gefressen hätten - bis der Wellengang etwas anzieht und die grüne Farbe das Gesicht verunschönt!
Prädikat: lesenswert

(Heidi Mühlemann)

Wer so schreibt, erreicht die Menschen

Buchvorstellung "Wo gehts hier bitte zum Paradies" von Christa Tauern in der KBA

Vorgestellt wurde gestern um 18 Uhr in der Kontakt- und Beratungsstelle Alter im Vaduzer Beckagässli das Buch "Wo geht's hier bitte zum Paradies" von Christa Tauern, Triesen. Ein Erlebnis-
bericht voller Selbstironie, ein Abenteuerbericht, aber vielleicht auch ein Beispiel, dem andere folgten sollten, nämlich das Abenteuer des eigenen Lebens aufzuschreiben.

Soeben an der Frankfurter Buchmesse vorgestellt, hat das Buch sofort etliche Interessenten gefunden. Jutta Ohligschlägers liebenswürdige Comiczeichnungen garnieren es zudem mit Herz und Einfühlungsvermögen. So wie sie die Autorin im Geiste auf der langen Seereise begleitet hat und dies in ihren Illustrationen wiedergibt, begleiten die Leserinnen und Leser die Verfasserin und erleben voll Spannung das Geschehen, bei dem man sich zuweilen aber auch im Nachhinein trotz der Begeisterung am Schönen mitfühlend die Haare rauft.

Auch in der KBA unersetzlich

Nichts von all dem Stress war an der Buchpräsentation im hellen und seemännisch geschmückten Raum der KBA zu spüren, wohl aber die Begeisterung der Freunde und Bekannten der Autorin, die sich zu dieser Veranstaltung zahlreich eingefunden hatten.
Nach ein wenig Seemannslieduntermalung zu Beginn begrüßte Trudy Gstöhl von der KBA die Gäste und die Autorin, die sie in herzlichen Worten würdigte - als eine ideenreiche Frau, deren Fähigkeiten und Talente man schätzt, ihre Offenheit, Lebensfreude, Weisheit und Charme; sie bereichere und beeindrucke alle in der Kontakt- und Beratungsstelle.

Ein mehrfacher Genuss

Merve Vogel, Tochter des Ehepaares Christa und Dankmar Tauern, die zusammen mit ihren fünf Geschwistern dieses Seeabenteuer mitgemacht hatte und dadurch einen Teil der Kindheit in einer Weise erlebte, die kaum jemand sonst kennt, sprach anschließend. Mit Zitaten aus dem Buch gespickt, skizzierte sie Kindheit und Reise, das Leben und die Empfindungen in und mit dieser Familie in warmen Worten. So meinte sie u. a. über die Eltern: "Sie haben ihr Leben angefüllt, hineingepackt, was erlaubt war. Sie haben sich und ihren Herzen erlaubt, zu leben, zu lachen, zu weinen; aus dem Vollen zu schöpfen". Schon ihre Schilderung der von 1974 bis Anfang der neunziger Jahre währenden Reise und des inner-
familiären Umgangs miteinander war ein Genuss, den die Autorin selber dann durch einige in ihrer typischen Art servierten köstlichen Bemerkungen und mit ausgewählten Textpassagen würzte.

Neptun höchstpersönlich erschien ...

Und als dann mittendrin ihr Mann, stilecht als Meeresgott Neptun kostümiert, hereinkam und mit ihr in einen Dialog trat, der den Anfang der Buchidee zum Inhalt hatte, kannte die Begeisterung der Gäste keine Grenzen.
Und dann saß man lange noch beisammen, nachdem Apero und Signierstunde schon beendet waren, ließ Revue passieren. Christa Tauern wird sich, das wurde schon aus den mit oftmaligem Lachen quittierten Kostproben deutlich, über den Absatz dieses Buches keine Sorgen machen müssen. Und das zu Recht. Ihre Tochter hat erfasst, warum: "Es ist auch ein Buch, das zum Nachdenken anregt."

(Henning von Vogelsang,
erschienen in "Liechtensteiner Vaterland", 27.10.2001)

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