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Jetzt bestellen: "In den Ruinen von Berlin"

Die Original-
ausgabe erschien unter dem
Titel
"The Good German".





 

Roman/Erzählung

In den Ruinen von Berlin

Autor: Joseph Kanon
Aus dem Amerikanischen von Ulrike Wasel/Klaus Timmer-mann

Roman
gebunden mit Schutzumschlag, 608 Seiten
erschienen: Februar 2002
Blessing Verlag
ISBN: 389667191X
Preis: 24,90 Euro
Hier bestellen:

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Rückentext:
Berlin, Juli 1945. Die ehemalige Reichshauptstadt, von Bomben-angriffen und wochenlangem Häuserkampf verwüstet, ist der Schauplatz von Kanons neuem Roman. Meisterhaft verknüpft der Autor einen packenden Kriminalfall mit einer zu Herzen gehenden Liebesgeschichte, er taucht ein in eine düstere Zeit, in der die böse Saat des Kalten Krieges bereits aufgeht, in der die Alliierten den Schwarzmarkt unter sich aufteilen und versuchen, sich gegenseitig Hitlers Raketentechniker abzujagen.

Kanon ist das schier Unmögliche gelungen, fünfzig Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs in seinem Roman, der in der amerikani-schen Presse hymnische Kritiken erhielt, die unheimliche und bedrohliche Lage im zerstörten Berlin so authentisch einzufangen, als sei er damals vor Ort gewesen.

(© 2002 Blessing Verlag)

Fazit:
Ein Krimi mit Liebesgeschichte, eine Beschreibung der Tage direkt nach dem Ende des 2. Weltkrieges in Berlin und eine wertfreie Diskussion über Schuld, Verantwortung und Zwänge im 3. Reich, insbesondere auch von Wissenschaftlern gegenüber Macht (-miss-brauch) - das alles bietet Joseph Kanon in dem Roman In den Ruinen von Berlin, ohne sich dabei zu übernehmen. Ein brillantes Buch, definitiv zu den Top 10 des Jahres 2002 gehörend.

Jake, ein amerikanischer Journalist, kehrt im Juni 1945 anlässlich der Potsdamer Konferenz nach Berlin zurück, wo er vor dem Krieg lebte und liebte. Die Suche nach Lena Brandt in der vollkommen zerstörten Stadt konfrontiert ihn mit den Schicksalen der Menschen, mit ihrer Geschichte und dem Umgang mit der Vergangenheit sowie ihren Problemen der Gegenwart, den alliierten Besatzern/Befreiern, dem Schwarzmarkt und der politischen Lage. Er findet Lena, sie werden wieder ein Paar, aber der Grad der Verwicklungen nimmt dadurch nur zu. Es spricht für die Vielschichtigkeit des Romans, dass selbst ein frühes Happy End in diesem Bereich in keiner Weise für einen Spannungsabfall sorgt.

Eindrücklich schildert Kanon das zerstörte Berlin, beschreibt detailliert die Sorgen und Nöte der Menschen - physisch und psychisch. Raffiniert verwendet er historische Figuren und Charaktere und baut sie in die Handlung ein. Alles nur Fiktion? Zeitzeugenberichte lesen sich jedenfalls genauso. Geschichtslektion frei Haus, ohne je verstaubt zu wirken, obwohl man den Trümmergeschmack auf den Lippen hat.

Im Klappentext wird die Nähe zu Orwell gepriesen, ich würde noch Dürrenmatt und Kipphardt hinzufügen. Jedenfalls ein unaufdring-liches Buch für alle, die sich mit der deutschen Geschichte und/oder dem Leben unter einem totalitären Regime im allgemeinen befassen möchten.

(© 2002 Philip Schreiterer für all-around-new-books.de)

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