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Roman/Erzählung

Updike und ich

Autor: John Updike
Deutsch von Susanne Höbel

Essays
Taschenbuch, 576 Seiten
erschienen: April 2002
Rowohlt Taschenbuch
ISBN: 3-499-22935-8
Preis: 12,90 Euro

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Rückentext:
Warum hört John Updike gerne Radio? Was hat er zu sagen, wenn er seinem eigenen Romanhelden Bech Rede und Antwort stehen muss? In seinen Kommentaren zum eigenen Werk erweist sich der Pulitzerpreisträger selbst die Ehre. Aber Updike wäre nicht Updike, würde nicht auch der Rest der schreibenden Zunft seiner scharfsinnigen, doch immer auch charmanten Aufmerksamkeit teilhaftig.


Zum Autor:
Geboren am 18.03.1932 in der Kleinstadt Shillington, Pennsylvania, als einziges Kind des Sekundarschullehrers und Diakon Wesley Russel Updike und dessen Frau Linda Grace Hoyer. Kindheit in materieller Bedrücktheit. Schulbesuch weiterhin in Shillington. 1950 Stipendium zum Studium am Harvard College, Hauptfach Anglistik; Abschluss des Untergraduiertenstudiums 1954 mit summa cum laude. Er heiratete 1953 die Kunststudentin Mary Entwistle Pennington, mit der er nach Abschluss des Studiums ein Jahr an die Ruskin School of Drawing and Fine Art in Oxford, England, ging.

(© 2002 Rowohlt Taschenbuch Verlag)


Buchbesprechung - Rezension:

Er ist wohl einer der bekanntesten und bedeutendsten amerikanischen Autoren der Gegenwart, der seit Jahrzehnten die weiße Mittelschicht Amerikas beschreibt. Seine bekannteste Figur ist sicher Harry Angstrom aus den Rabbit-Romanen. In dem vorliegenden Band von Updike, es ist nicht der erste mit Essays, lernt man den Autoren auch als großartigen Essayisten kennen. Es ist, da es sich zum großen Teil um Texte eines Schriftstellers über Literatur handelt, ein sehr persönliches Buch geworden.

Ich behaupte, dass er hier seinen Lesern einen Überblick über die Welt seiner "Literatur" gibt. Das Buch gliedert sich in zwei große Teile. Im ersten Teil stellt Updike Autoren und deren Werke vor und gibt auch Einblicke in das manchmal glückliche, aber meist weniger glückliche Leben von Schriftstellern. Wie er dem Leser Melville, Cheever und andere nahe bringt, ist lesenwert. Später berichtet Updike, der seit Ende der 50-er Jahre selbst als freier Schriftsteller arbeitet, über seine zeitgenössischen nordamerikanischen Kollegen, wie Philipp Roth und Tom Wolfe. Dabei analysiert er einige Werke messerscharf. Er spart sicher nicht mit Lob, aber er zeigt aus seiner Sicht auch Schwachstellen der Texte seiner Kollegen auf. Und er hat auch einige vorzügliche Kommentare zu Autoren aus Europa und den anderen Kontinenten zu bieten.

Der zweite Teil des Buches, mit "Persönlich" tituliert, enthält wirklich viel persönliches. Und so ist er wahrscheinlich nur für Updike-Fans zur kompletten Lektüre zu empfehlen. Z. B., wenn Updike von seinem Artikel Cartoon-Zeichnungen berichtet (erschienen in "Hogan´s Alley") und der folgende Artikel zum gleichen Thema, nur ausführlicher (erschien im "New Yorker"), vieles wiederkäut, dann wird mancher genervt weiterblättern oder das Buch weglegen. Aber, dann könnten einem viele gut Texte entgehen. Z. B., wenn Updikes alter Ego Harry Bech Updike interviewt.

Vielleicht wäre es besser gewesen aus den fast 600 Seiten zwei Bücher zu machen.
Gerade der erste Teil macht neugierig auf Schriftsteller und deren Werke, die einem Leser hier zum ersten Mal begegnen. Für Leute, die sich für Literatur interessieren und keine Updike-Fans sind, ist Teil 1 auf alle Fälle lesenswert. Und auch das Ende von Teil 2, wo Updike Bücher, die sein Leben verändert haben, fünf Momente vollkommenen Leseglücks oder seine zehn größten Werke der Weltliteratur vorstellt. Die überwiegenden Texte im zweiten Teil sind aber auch mit Erlebnissen in der Familie so persönlich, dass viele, die den ersten Teil begeistert lesen, den zweiten schnell wieder zuschlagen werden.

(© 2005 Ulf Großmann für all-around-new-books.de)

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Rund um´s Buch

S e r v i c e

Ebenfalls besprochen
von John Updike

Wie war's wirklich
(Januar 2004)

Weitere Titel
von John Updike

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(September 2004)

Golfträume
(März 2004)

Rabbit, eine Rückkehr
(Januar 2004)

Gertrude und Claudius
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(Juni 2002)

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