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Biografie & Lebenserinnerungen

 
"Ich sehne mich sehr nach Deinen blauen Briefen"
Rainer Maria Rilke - Claire Goll - Briefwechsel

Hrsg.: Barbara Glauert-Hesse

gebunden mit Schutzumschlag, 213 Seiten
erschienen: 2000
Wallstein
ISBN: 3892444048
Preis: 19,00 Euro

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Inhalt:
Die Korrespondenz zwischen Rainer Maria Rilke und Claire Goll wird zum ersten Mal aus den im Deutschen Literaturarchiv in Marbach am Neckar aufbewahrten Originalhandschriften veröffentlicht. Dazu werden sieben Gedichte Rilkes in französischer Sprache gedruckt, die dieser im Februar 1924 als kleines handgebundenes Buch an Claire Goll gesandt hatte und die 1926 unter dem Titel Vergers im Verlag "Nouvelle Revue Francaise" in Paris erschienen. Der vorliegende Briefband enthält auch das bisher unveröffentlichte und lange verschollen geglaubte Manuskript Gefühle. Verse von Claire Studer, das sich im Archiv des Insel Verlags Anton Kippenberg, Leipzig, wiederfand.

Der Briefwechsel beginnt 1918, kurz nach der ersten Begegnung Claires und Rilkes in München. Aus der frühen Zeit der Beziehung sind nur Rilkes Briefe erhalten, die trotz ihrer Verhaltenheit zeigen, dass es bald nicht mehr bei einer bloßen Freundschaft zwischen dem 43jährigen und der 28jährigen blieb.

Nach Wochen vertrauter Gemeinsamkeit reist Claire 1919 nach Berlin, hin- und hergerissen zwischen ihrer Liebe für Yvan, den sie im Jahr 1917 im Genf kennengelernt hatte, und ihrer Leidenschaft für Rilke. Anfang 1919 kehrt Claire in die Schweiz zurück, ohne Rilke noch einmal gesehen zu haben.

Von 1920 bis 1923 tritt in der Korrespondenz eine Pause ein, und im Februar 1925 sehen sich die beiden wieder. Es existieren keine unmittelbaren schriftlichen Äußerungen über diese Begegnung, doch spricht Claires Brief vom April 1925 eine sehr deutliche Sprache: "Ist man doch so beschenkt, wenn man Dich nur ansieht, geschweige wenn man Dich hört ... Du weißt ja, dass ich seit acht Jahren noch nicht wagte zu erfahren, ob Du es bist oder der liebe Gott".

(© 2000 Wallstein Verlag)

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