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Inhalt und Fazit:
Hier legt Philipp Vandenberg eine Biografie Neros, Kaiser
von Rom 54 - 68 n. Chr., vor und berichtet über das Leben
des Mannes, den man als Brandstifter Roms, Wahnsinnigen, Muttermörder
und Christenverfolger bezeichnet.
Was ist richtig an diesen Betitulierungen und wer war der
Mann, der schon im Alter von siebzehn Jahren die Herrschaft
über das Römische Reich übernahm?
Seine Mutter Agrippina verhalf ihm zur Kaiserwürde und war
doch eine Gefahr für die Herrschaft. Er liebte Kunstwerke,
Gesang und Theater, verabscheute Kämpfe, aber dennoch baute
er zahlreiche neue Arenen, in denen dem Volk blutige Schauspiele
und Gladiatorenkämpfe geboten wurden. Unter seiner Regierung
gab es eine der wenigen Zeiten, in denen im gesamten Römischen
Reich Frieden herrschte. Dies sind nur einige der Aspekte
von Neros Leben, die in der Biografie aufgezeigt werden.
Der Autor bezieht sich bei seinen Beschreibungen auf alte
historische Schriften. Es ist keine Beschränkung auf die bloße
Lebensgeschichte und wichtige Ereignisse; vielmehr wird auch
von Menschen und Geschehnissen, die für Neros Leben und dessen
Prägung von Bedeutung waren, berichtet.
Vandenberg ist es gelungen, eine Biografie zu verfassen, die
sich einfach, wie ein Roman, lesen lässt, die aber gleichzeitig
reflektierend und erklärend das Leben Neros so wiedergibt,
wie es nach historischer Forschung wahrscheinlich gewesen
ist. Nero wird als Mensch, Kaiser und Künstler gezeigt; Tatsachen
und Spekulationen sowie unberechtigte Vorwürfe versucht der
Autor ins rechte Licht zu rücken.
Zwischen dem Text gibt es mehrere Bildblöcke mit Darstellungen
von bedeutsamen Personen und Orten. Ergänzend sind ein ausführliches,
nach Kapiteln geordnetes Quellenverzeichnis, ein Abbildungsnachweis,
ein Namensregister und eine Zeittafel angefügt.
(©
2001 Stefanie Brink für all-around-new-books.de)
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