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Jetzt bestellen: "Der Spiegelmacher" von Philipp Vandenberg

 

 

Historischer Roman

Der Spiegelmacher

Autor: Philipp Vandenberg
Aus dem Amerikanischen von Dorothee Asendorf

Historischer Roman
Taschenbuch, 500 Seiten
erschienen: 2000/2001
Bastei Lübbe
ISBN: 3404142772
Preis: 9,45 Euro

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Inhalt:
Europa im fünfzehnten Jahrhundert. Michel Melzer, ein Spiegelmacher aus Mainz, reist in das ferne Konstantinopel, um sein Glück zu machen. Durch Zufall gelangt er dort in den Besitz einer Erfindung, die unermeßlichen Reichtum verspricht: das Geheimnis der künstlichen Schrift. Dadurch gerät er in den Konflikt zwischen dem Kaiser von Byzanz und dem türkischen Sultan, dem Papst in Rom und dem Dogen von Venedig. Doch der Spiegelmacher läßt sich allein vom Zauber der schönen Lautenspielerin Simonetta blenden, die im Dienst einer fremden Macht steht, welche die Schwarze Kunst für ihre eigenen Zwecke mißbrauchen will.

(© 2001 Bastei Lübbe Verlag)

Fazit:
Seiner Spiegelmacherwerkstatt in Mainz durch Brand beraubt, reist Michel Melzer nach Konstantinopel, um dort seine Tochter ihrem zukünftigen Gemahl zu übergeben und sich eine neue Existenz aufzubauen. Doch es kommt anders als erwartet. Editha flieht vor der unerwünschten Heirat und Melzer gelangt zufällig in Kontakt zu einigen Chinesen, die seine Fertigkeiten für ihre neue Kunst, das Drucken von Texten, benötigen.
Die Schwarzkunst, mit deren Hilfe ein Mann schneller schreiben kann als hundert Mönche, zieht die Augen der Mächtigen von Kirche und Staat auf sich und Melzer gerät zwischen die widerstreitenden Fronten. Er flieht nach Venedig, wo er ebenfalls bald von den unterschiedlichen Parteien bedrängt wird, so dass er zur Rettung seines Lebens nur die erneute Flucht zurück nach Mainz sieht.
Für die ihm dort zugeteilten Druckaufträge nimmt er die Hilfe seines ehemaligen Gesellen Johannes Gensfleisch, dem er eigentlich die Schuld an dem Niederbrennen seiner Werkstatt gibt, an. Ein Fehler, denn erneut verrät ihn der spätere Johannes Gutenberg, bringt ihn ins Gefängnis und erntet selbst den Lohn der neuen Erfindung.

Schon lange bevor Johannes Gutenberg, vormals Gensfleisch, in Europa durch den Druck mit beweglichen Lettern berühmt wurde, kannte man Holzschnittdrucke und in China auch den Buchstabendruck mit Tonlettern. Philipp Vandenberg entwirft hier eine völlig neue Geschichte darüber, wie Gutenberg an diese weltverändernde Erfindung gelangte.
Als hinterhältiger und eigensüchtiger Geselle, der seinen Meister an die Kirche verrät und so dessen Erfindung für sich nutzen kann, spielt er in diesem Roman nur eine Nebenrolle. Berichtet wird von Michel Melzer, einem Spiegelmacher aus Mainz, den es nach Konstantinopel treibt, wo er Chinesen kennenlernt, die seine Kunst benötigen, um ihre verlorengegangenen Tonlettern durch metallene Buchstaben zu ersetzen und damit gleichzeitig ihre Druckfertigkeit zu verbessern.
Der Leser verfolgt Melzers Schicksal, den Verlust seiner Tochter Editha, deren weiteres Leben am Rande beschrieben wird, seine Liebe zu einer Lautespielerin, die mit einer, der ihn bedrängenden Parteien in Verbindung steht und vor allem die Gefahren, in die er durch die Macht der Schwarzkunst wiederholt gerät. Egal, wo er ist, treten die Mächtigen an ihn heran, erwarten den Druck von Ablassbriefen oder anderen Traktaten, die gleichzeitig herzustellen ihm nicht möglich sind, weil die Inhalte und Parteien gegeneinander opponieren.
Das Motiv der Lebensbedrohung mit anschließender Flucht findet sich immer wieder. Leicht und schnell lässt sich dieses Buch, das aber durch die Handlung wenig zu fesseln vermag und dessen Figuren farblos sind, lesen. Für einen historischer Roman ist zu wenig der damaligen Mentalität und Lebensart spürbar und es sind keine wichtigen Ereignisse einbezogen. Eigentlich weisen nur die heute nicht mehr vorhandenen Machtstrukturen darauf hin, dass es sich hier um ein Geschehen Ende des 15. Jahrhunderts handelt.

(© 2001 Stefanie Brink für all-around-new-books.de)

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