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Inhalt:
In einem Osloer Parkhaus wird eine Frauenleiche gefunden.
Nachdem zunächst der Tod durch eine Überdosis
Heroin festgestellt wird, stellt sich heraus, dass die
junge Frau sich diese Überdosis beileibe nicht
selbst zugeführt hat. Die Spuren führen Gunnarstranda
und Frølich diesmal bis nach Afrika. Frølich
macht sich auf die Reise ins Herzen Kenias, während
Gunnarstranda bei seinem Kalfatrus bleibt und vor Ort
ermittelt. Hinter dem Fall verbirgt sich ein großer
Entwicklungshilfeskandal – ein Wettrennen mit
der Zeit und der Sensationspresse beginnt …
(©
2004 Bastei Lübbe Verlag)
Fazit:
Ab auf's Sofa!
Lügenmeer ist bereits der dritte Fall
für das norwegische Ermittlerduo Gunnarstranda/Frolich.
Dieses Mal führen sie ihre Ermittlungen bis weit
über Norwegens Grenzen hinaus bis nach Kenia.
Dabei
hatten sie den Fall anfangs gar nicht ernst genommen:
Eine junge Studentin wird in einem Parkhaus tot aufgefunden.
Als Todesursache steht schnell eine Überdosis Heroin
fest. Reine Routine, denkt sich Gunnarstranda und lässt
endlich einen längst fälligen Gesundheitscheck
machen. Auch Frolich ist mehr mit seinem unfreiwilligen
Singledasein als mit der Toten befasst. Doch als am
folgenden Tag auch der junge kenianische Wissenschaftler
Takeyo, mit dem die Tote in engem Kontakt stand, als
vermisst gemeldet wird, ändert sich die Situation
grundlegend. Die daraufhin vorgenommene Obduktion der
Leiche ergibt, dass die junge Frau Opfer eines Verbrechens
wurde. Takeyo wird zum Hauptverdächtigen, besonders,
weil er Norwegen inzwischen heimlich verlassen hat.
Um dem Verdacht auf den Grund zu gehen, muss Frolich
- höchst widerwillig - nach Kenia reisen. Dorthin
hat sich auch die Journalistin Lisa aufgemacht, die
die Leiche gefunden hat und die eine gute Geschichte
wittert.
Während
sich Frolich in Kenia mit korrupten Polizisten und seinen
zwiespältigen Gefühlen für Lisa auseinander
setzt, ermittelt Gunnarstranda in Norwegen weiter und
stößt auf eine Spur, die weit über ein
Verbrechen aus Leidenschaft hinausgeht. Als kurze Zeit
später auch Takeyo getötet wird, sieht auch
Frolich den Fall in einem anderen Licht. Gemeinsam decken
sie ein Wirtschaftsverbrechen großen Stils auf.
Aber auch privat deutet sich für das Duo eine positive
Wende an ...
Lügenmeer
hat alles, was ein guter Schmökerkrimi braucht:
Spannung, sympathische Ermittler und einen guten Plot
mit einem Schuss Liebe. Kjell Ola Dahl erzählt
temporeich und lebendig. Auch die Schilderung des afrikanischen
Alltags im Kontrast zu der soliden Ermittlungsarbeit
Frolichs gelingt ihm, ohne allseits bekannte Klischees
überzustrapazieren.
Aber Vorsicht: Hat man mit den 350 Seiten erst einmal
angefangen, legt man den Roman nur in Notfällen
aus der Hand!
(©
2004 Ingrid Ickler für all-around-new-books.de)
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