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Inhalt:
Sie ist jung, schön, und sie verströmt eine
Aura von Sinnlichkeit und Verführung. Als Lucy
Rider an einem heißen Sommertag in der kleinen
Gemeinde Ashland aus dem Auto steigt, wissen alle, dass
es mit der Ruhe des Ortes vorbei ist - nichts wird mehr
so sein wie zuvor. Viele Jahre später kommt ein
junger Mann nach Ashland, der nichts über seine
Eltern weiß - nur, dass er an dem Tag hier geboren
wurde, als seine Mutter Lucy starb. Er beginnt Fragen
zu stellen, und er erfährt alles über ein
Festival, bei dem Jahr für Jahr mit einem Fruchtbarkeitsritual
das Ernteglück beschworen wurde - bis seine Mutter
das Ritual zerstört hat ...
(©
2004 Eichborn Verlag)
Fazit:
Ashland
hat ein paar tausend Einwohner, liegt in Alabama und
ist die „Welthauptstadt der Wassermelonen“.
Besser gesagt, sie war es, bis Lucy Rider kam. Durch
sie fand das jährliche Wassermelonen-Festival ein
Ende, und die Stadt versank in Bedeutungslosigkeit.
Wie es dazu kam, daß seine Mutter das skurrile
Fruchtbarkeits-Ritual um den „Wassermelonen-König“
torpedierte und warum sie am Tage seiner Geburt starb,
erfährt Tom Rider zwanzig Jahre später. Sein
Besuch in Ashland versetzt die Maschinerie aus kleinstädtischer
Engstirnigkeit und überholter Tradition wieder
in Bewegung. Die scheinheilige gutbürgerliche Maske
bröckelt, als sich rassistische Vorurteile und
sexuelle Fantasien zu einem bizarren Höhepunkt
steigern.
Daniel Wallace, dessen erster Roman Big
Fish von Tim Burton verfilmt wurde und Anfang
April 2004 in die deutschen Kinos kam, ist mit Die
Nacht der Wassermelonen ein weiterer großer
Fischzug gelungen. Was er erzählt, ist tragisch,
komisch, exzentrisch, halt - originell.
(©
2004 Annette Rieck für all-around-new-books.de)
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