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Inhalt:
Neue Fakten zum deutschen Widerstand: Programm und Akteure der »Weißen Rose« waren radikaler als bislang bekannt.
Daß die legendäre Widerstandsgruppe um die Geschwister Scholl kein naiver Studentenclub war, ist längst bekannt. Der Historiker Detlef Bald geht mit dieser packenden Darstellung einen Schritt weiter: Erstmals schildert er die Hintergründe für die Entwicklung vom passiven zum aktiven Widerstand der Gruppe.
Im Sommer und Herbst 1942 waren Hans Scholl, Alexander Schmorell, Willi Graf, Jürgen Wittenstein und Hubert Furtwängler an die Ostfront abkommandiert. Welche existentielle Erschütterung die »Schrecken des russischen Krieges« für die jungen Männer mit sich brachten, belegt Bald auf der Grundlage von bislang unveröffentlichten Briefen, Aufzeichnungen und militärhistorischen Akten. Das Erleben von Zerstörung, Besatzung, sinnlosem Sterben deutscher Soldaten und der Not der Zivilbevölkerung radikalisierte die Gruppe. War vor diesen Erfahrungen nur von passivem Widerstand die Rede, fordern die Flugblätter 5 und 6 den Umsturz des NS-Regimes. Protokolle der Gestapoverhöre dokumentieren Pläne für eine demokratische Staatsform. Damit weist das politische Programm der Gruppe weit über die Ziele der Männer des 20. Juni hinaus.
Detlef Balds Buch leistet einen großen Beitrag zur Debatte um deutsche Schuld und die »Verbrechen der Wehrmacht«.
Der
Autor:
Detlef Bald, geboren 1941, Dr. phil.; lebt seit 1996 als freischaffender Historiker und Publizist in München, Mitarbeiter am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg.
(©
2003 Aufbau Verlag)
Buchbesprechung
- Rezension:
...in Bearbeitung...
(©
2005 Manfred Orlick für all-around-new-books.de)
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