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Inhalt:
Gore Vidal sieht die
Attentate des 11. September nicht losgelöst als "Angriff
auf die westliche Zivilisation", sondern begründet
im Verhalten Amerikas als einer "imperialen Nation";
er erkennt Parallelen zwischen Amerikas gewalttätiger
Einmischung in die inneren Angelegenheiten fremder Staaten
und der Einschränkung der Grundrechte der amerikanischen
Bürger, spätestens nach dem Oklahoma-Attentat von
1995 und Clintons Anti-Terror-Programm.
Wie lange in den USA die Bürgerrechte bereits unterminiert
werden und wie gravierend die Folgen für andere Staaten
sind, zeigt Vidal in dieser Essay-Sammlung, für die sich
in Amerika zunächst kein Verlag finden ließ. Erst
mit dem Umweg über eine italienische Ausgabe, konnte
der Text auch in den USA erscheinen.
Vidals brisante Essays dokumentieren,
wie sich politische Gewalt auch in demokratischen Systemen
manifestiert.
(©
2002 Europäische Verlagsanstalt)
Fazit:
Gore Vidal ist ein hochgebildeter US-Amerikaner. Er war Redenschreiber
John F. Kennedys und ist verwandt mit dem früheren Vizepräsidenten
und Präsidentschaftskandidaten Al Gore. Er lebt in Kalifornien
und im Sommer in Italien.
Gore
Vidal schrieb zwanzig Romane. Sein dritter Roman wurde ein
solcher Skandal, dass die "New York Times" schwor,
sie werde seine nächsten fünf Romane totschweigen.
Der
Intellektuelle Gore Vidal kritisiert das US-amerikanische
Establishment. Ewiger
Krieg für ewigen Frieden beginnt mit dem Essay "11.
September 2001". Dieser Essay fand zunächst in den
USA keinen Verleger, er wurde in Italien in einem Buch veröffentlicht.
Gore Vidal: "Zum allgemeinen Erstaunen wurde es rasch
ein Bestseller und daraufhin in ein Dutzend andere Sprachen
übersetzt."
Vidal
schreibt brillant. Er betätigt sich als Querdenker und
übergießt Ikonen des US-amerikanischen Journalismus
wie die "New York Times" und das "Wall Street
Journal" mit seiner ätzenden Feder.
Als in der Wolle gefärbter Liberaler ist er mächtig
an Freiheit interessiert. Besorgt um die Freiheit fragt er
und stellt ungewohnte Erörterungen an. Er
legt den Finger in Wunden, die seiner Ansicht nach die Freiheit
in den USA zu erleiden hat.
Das
Büchlein enthält zudem Erwägungen zum Oklahoma
Attentat sowie seinen Briefwechsel mit dem als Täter
Verurteilten. Gore Vidal ventiliert die offizielle These,
es habe sich hier um einen Alleintäter gehandelt. Er
zitiert einen ehemaligen Brigadegeneral der Luftwaffe und
den Vater des Manhattan Project sowie der Neutronenbombe,
die beide zu dem Ergebnis kommen, die offizielle Version des
Bombenattentats könne nicht stimmen. Dieser Ansicht schließt
sich Gore Vidal an.
(©
2004 Holger Roehlig für all-around-new-books.de)
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