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Wirtschaft, Politik & Zeitgeschichte

Ewiger Krieg für ewigen Frieden
Wie Amerika den Hass erntet, den es gesät hat

Autor: Gore Vidal

Taschenbuch, 132 Seiten
erschienen: Juli 2002
Europäische Verlagsanstalt
ISBN: 3-434-50539-3
Preis: 13,50 Euro

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Inhalt:
Gore Vidal sieht die Attentate des 11. September nicht losgelöst als "Angriff auf die westliche Zivilisation", sondern begründet im Verhalten Amerikas als einer "imperialen Nation"; er erkennt Parallelen zwischen Amerikas gewalttätiger Einmischung in die inneren Angelegenheiten fremder Staaten und der Einschränkung der Grundrechte der amerikanischen Bürger, spätestens nach dem Oklahoma-Attentat von 1995 und Clintons Anti-Terror-Programm.
Wie lange in den USA die Bürgerrechte bereits unterminiert werden und wie gravierend die Folgen für andere Staaten sind, zeigt Vidal in dieser Essay-Sammlung, für die sich in Amerika zunächst kein Verlag finden ließ. Erst mit dem Umweg über eine italienische Ausgabe, konnte der Text auch in den USA erscheinen.

Vidals brisante Essays dokumentieren, wie sich politische Gewalt auch in demokratischen Systemen manifestiert.

(© 2002 Europäische Verlagsanstalt)


Fazit:
Gore Vidal ist ein hochgebildeter US-Amerikaner. Er war Redenschreiber John F. Kennedys und ist verwandt mit dem früheren Vizepräsidenten und Präsidentschaftskandidaten Al Gore. Er lebt in Kalifornien und im Sommer in Italien.

Gore Vidal schrieb zwanzig Romane. Sein dritter Roman wurde ein solcher Skandal, dass die "New York Times" schwor, sie werde seine nächsten fünf Romane totschweigen.

Der Intellektuelle Gore Vidal kritisiert das US-amerikanische Establishment. Ewiger Krieg für ewigen Frieden beginnt mit dem Essay "11. September 2001". Dieser Essay fand zunächst in den USA keinen Verleger, er wurde in Italien in einem Buch veröffentlicht. Gore Vidal: "Zum allgemeinen Erstaunen wurde es rasch ein Bestseller und daraufhin in ein Dutzend andere Sprachen übersetzt."

Vidal schreibt brillant. Er betätigt sich als Querdenker und übergießt Ikonen des US-amerikanischen Journalismus wie die "New York Times" und das "Wall Street Journal" mit seiner ätzenden Feder.
Als in der Wolle gefärbter Liberaler ist er mächtig an Freiheit interessiert. Besorgt um die Freiheit fragt er und stellt ungewohnte Erörterungen an.
Er legt den Finger in Wunden, die seiner Ansicht nach die Freiheit in den USA zu erleiden hat.

Das Büchlein enthält zudem Erwägungen zum Oklahoma Attentat sowie seinen Briefwechsel mit dem als Täter Verurteilten. Gore Vidal ventiliert die offizielle These, es habe sich hier um einen Alleintäter gehandelt. Er zitiert einen ehemaligen Brigadegeneral der Luftwaffe und den Vater des Manhattan Project sowie der Neutronenbombe, die beide zu dem Ergebnis kommen, die offizielle Version des Bombenattentats könne nicht stimmen. Dieser Ansicht schließt sich Gore Vidal an.

(© 2004 Holger Roehlig für all-around-new-books.de)

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