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Von einem Schloß zum andern

Autor: Louis-Ferdinand Céline
Deutsch von Werner Bökenkamp

Taschenbuch, 340 Seiten
erschienen: 1994
Rowohlt
ISBN: 3499149648
Preis: 7,50 €

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Inhalt:
Dieser autobiographische Roman beginnt in Sigmaringen, wo Celine unter fürchterlichen Bedingungen als Lagerarzt arbeitet, zum Kriegsende aber nach Dänemark weiterflüchten muß. Dort macht man ihm den Prozeß. Man schiebt ihn Jahre später nach Frankreich ab. Celin starb 1961 verarmt in seiner Heimat. Die absolute Respektlosigkeit in Celines poltischer Abrechnung und seine ausdrucksstarke, exzessive Sprache, die wie eine Bombe in die Welt der Literatur einschlug, machten ihn zu einem der wichtigsten und aufregendsten Autoren des 20. Jahrhunderts
.

(© 1994 Rowohlt Verlag)


Buchbesprechung - Rezension:

Mit Von einem Schloß zum anderen meldete sich ein enfant terrible der Literatur nach dem Krieg als Romancier zurück. Mit den Büchern Reise ans Ende der Nacht und Tod auf Kredit hatte er sich einen Namen gemacht.
Das Buch Von einem Schloß zum anderen von Céline ist der erste Teil einer Trilogie, die mit Norden und Rigodon weitergeht. Dort hält er seine Erfahrungen im Exil, in Deutschland und Dänemark auf seine ganz eigene Art fest.

Der autobiografische Roman, 1957 erschienen, spielt zum großen Teil in Sigmaringen, wohin die Vichy-Regierung, vor der Landung der Alliierten, geflüchtet ist. Auch Céline war unter den Flüchtlingen und arbeitete dort unter schlechten Bedingungen als Arzt. Zum Kriegsende durchquerte er auf seiner Flucht nach Dänemark das unter den Bombardements der Alliierten brennende Deutschland.
Céline zeigt sich auch hier als Provokateur und Selbstdarsteller. Nihilistisch, alles und jeden verdammend, drischt er auf die Welt ein: "Aber ich habe vielleicht keinen Grund, mich zu beklagen... denn ich lebe noch ... und jeden Tag verliere ich Feinde! ... an Krebs, an Schlaganfall, an Fresssucht ... das freut einen, wie das so abschwimmt! ... lassen wird das ...! der eine, dann der andere! Es gibt doch noch Freuden in der Natur ..."
Die sprunghafte Erzählweise, das Spiel mit Sprache und Interpunktion, reizt der Autor voll aus.

Es ist sicher nicht leicht zu lesen, braucht den Vergleich mit Reise ans Ende der Nacht und Tod auf Kredit nicht zu scheuen, wirkt aber gerade deswegen manchmal wie ein Aufguss dieser zwei Romane. Das Buch ist eben in dem typisch verstörenden sprachakrobatischen Stil Célines geschrieben.
Sehr gut sind die Fußnoten, die Personen, Anspielungen und erwähnte Dinge zum Verständnis des Textes erklären.
Ein Roman für interessierte Stilistiker und Fans von Céline.

(© 2004 Ulf Großmann für all-around-new-books.de)

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Rund um´s Buch

S e r v i c e

Die Originalausgabe
erschien ...

unter dem Titel
"D´un château l´autre".

Ebenfalls vorgestellt von Louis-Ferdinand Céline

Reise ans Ende der Nacht

Tod auf Kredit

Weitere Titel von Louis-Ferdinand Céline
Gespräche mit Professor Y (TB, 2004)

Die Kirche (TB, 2002)
Zum Autoren-Portrait
von Louis-Ferdinand Céline
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